Die ersten zehn Stolpersteine sollten am 9. Mai in Dossenheim verlegt werden und an die vertriebenen und deportierten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger erinnern. Aufgrund des Corona-Virus musste die Verlegung verschoben werden. Die Stolpersteine selbst kamen aber diese Woche in Dossenheim an. Bürgermeister David Faulhaber und Pfarrer Ronny Baier nahmen sie in Empfang.

Die Stolpersteine werden an drei Stellen in Dossenheim verlegt: In der Beethovenstraße 24 erinnern drei Stolpersteine an Sigmund, Klara und Walter Oppenheimer, in der Handschuhsheimer Landstraße 6 an Rosa Oestreicher, Hermann Oestreicher, Salomon ‚Saly‘ Oestreicher sowie Lina Bender und in der Bahnhofstraße vor dem Abzweig Osmiastraße werden drei Steine für Betty Meyer, Kurt Heseler und Ilse Heseler verlegt. „Die Stolpersteine machen ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte sichtbar. Es ist wichtig, daran zu erinnern aber auch aktiv mitzuwirken, dass sich diese nicht wiederholt“, sagt Bürgermeister David Faulhaber und bedankt sich bei der Initiative Stolpersteine, die sich für die Verlegung engagiert. Die Initiative entstand auf Anregung der beiden Kirchengemeinden Dossenheims, die vorschlugen, die Stolpersteine auch in Dossenheim zu installieren.

Der Künstler Gunter Demnig startete das Projekt 1996. Mittlerweile finden sich Stolpersteine in 24 Ländern Europas und erinnern an die Opfer des Holocausts, denn „ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, so Gunter Demnig in Anleihe an den Talmud.