Die Dossenheimer Kerwe wird in diesem Jahr nicht in der gewohnten Form stattfinden können. Diese Entscheidung hat die Gemeinde Dossenheim in Abstimmung mit den lokalen Vereinen und Teilnehmern getroffen. „Es war uns ein Anliegen, die uns gegebenen Möglichkeiten mit den Vereinen zu besprechen. Wir haben jedoch die Entscheidung getroffen, die Kerwe nicht ersatzlos abzusagen. Stattdessen planen wir eine deutlich reduzierte Veranstaltung“, erklärt Bürgermeister David Faulhaber. So findet am Kerwesonntag ein ökumenischer Gottesdienst auf dem Kronenburger Hof statt. Ebenso soll hier an diesem Tag der Holzapfeltanz und die Kerwepredigt aufgeführt werden. Diese Veranstaltungen werden mit Rücksicht auf die dann geltende Corona-Verordnung angeboten, vermutlich also auch mit einer klaren Teilnehmerbegrenzung durch Zugangskontrollen. Auch möchte man die Gaststätten motivieren, das traditionelle Knöchelessen anzubieten.

Die Gemeinde Dossenheim steht aktuell in Austausch mit den Schaustellern. Man prüft, ob ein eingeschränkter Betrieb von Fahrgeschäften auf dem Rathausplatz möglich sein wird.

Wenn die Situation es zulässt, ist zusätzlich eine Ersatzveranstaltung zur Kerwe im Frühjahr 2021 geplant. Auch damit möchte die Gemeinde ihre Vereine unterstützen sowie das gesellschaftliche Leben fördern. So könnten Vereine dort die Bewirtung übernehmen und die Verluste durch die „kleine Kerwe“ in diesem Jahr kompensieren.

„Die Gesundheit geht vor, daran gibt es nichts zu deuteln. Dennoch möchten wir die Kerwe nicht alternativlos streichen, sondern das Brauchtum, wenn auch in kleinerer Form, lebendig machen und dem ein oder anderen durch ein Fahrgeschäft eine Freude bereiten“, erklärt David Faulhaber die Entscheidung.