Liebe Bürgerinnen und Bürger,

wir haben in dieser Woche im Gemeinderat den Haushalt 2021 verabschiedet, welcher uns – wie zu erwarten – vor enorme Herausforderungen gestellt hat. An dieser Stelle möchte ich daher zuallererst allen beteiligten Fraktionen für die Mitwirkung herzlich Dank sagen und gleichfalls auf die folgenden Haushaltsreden hinweisen. Nicht weniger möchte ich mich bei meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken, welche in allen Bereichen im vergangenen Jahr sowie auch speziell in der Aufstellung des Haushaltes hervorragende Arbeit geleistet haben.

Wir haben bereits im vergangenen Jahr auch auf die finanziellen Auswirkungen der Pandemie sehr frühzeitig, u.a. in Form einer befristeten Haushaltssperre sowie der Einführung der Haushaltskonsolidierungskommission, reagiert. Dennoch waren und sind die Finanzzahlen alles andere als schön, was ich Ihnen in einer sehr komplexen Materie anhand weniger Beispiele veranschaulichen möchte:

Konsumtiv, also bei Geldern für das laufende Haushaltsjahr, mussten wir im direkten Vergleich der Jahre 2020 zu 2021 eine massive Verschlechterung um 3,21 Mio EUR verzeichnen. Überwiegend war dies einem erheblichen Rückgang an Steuereinnahmen und Umlagen geschuldet. Wie haben wir darauf unter anderem reagiert? Wir haben unseren Haushaltsplan nach möglichen Einsparungen durchleuchtet, welche uns in diesem Jahr zwar einschränken, jedoch bei einmaliger Reduzierung in unserer Entwicklung nicht zurückwerfen. Des Weiteren kamen wir nicht umhin auch die Erträge zu verbessern. Wir sind in diesem Zusammenhang den schmerzhaften Schritt gegangen, unsere Realsteuerhebesätze auf den Mittelwert unserer Nachbarkommunen 2019 zu erhöhen. Zuletzt wurden die Investitionskosten von 4,47 auf 2,03 Mio EUR reduziert, was einer prozentualen Verringerung von 54,59 % entspricht.

Hätten wir noch weiter gehen sollen? Ich meine nicht! In Zeiten da wir auch unseren örtlichen Einzelhandel und unsere regionalen Gewerbetreibenden in Form mehrerer Maßnahmen unterstützen, sind wir als Kommune verpflichtet antizyklisch zu investieren. Eine Kreditaufnahme ist daher, auch aufgrund der Fortführung begonnener Projekte (bspw. Straßensanierungen) sowie verpflichtender Aufgaben (bspw. im Bereich der Kinderbetreuung), unumgänglich gewesen.

Die Gemeinde Dossenheim stand und wird auch künftig auf gesunden Beinen stehen. Doch ist dies kein Selbstläufer! Es wird noch mehr notwendig sein, Dinge zu priorisieren, Schwerpunkte zu setzen und damit auch im Bereich der Finanzplanung für noch mehr Nachhaltigkeit zu sorgen. Machen wir uns also – auch weiterhin mit der hierfür notwendigen Gelassenheit und Vernunft – auf den gemeinsamen Weg.

Herzlichst Ihr

David Faulhaber,
Bürgermeister

Haushaltsreden der Fraktionen:

Haushaltsrede von Bündnis 90 / Die Grünen

Haushaltsrede der CDU

Haushaltsrede der Freien Wähler

Haushaltsrede der SPD

Haushaltsrede der FDP